Am 23. September 2026 hat das Präventionsnetzwerk Nord gemeinsam mit den Mitgliedern BGW, bpa und vdek Führungskräfte, Personalverantwortliche und BGM-Beauftragte aus Pflege und Krankenhaus zum zweiten Mal in den Medical Park Hannover eingeladen.
Während sich im Jahr 2025 alles um den Fachkräftemangel und den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke im Mittelpunkt standen, so drehte sich dieses Mal alles darum, wie ein Betriebliches Gesundheitsmanagement nachhaltig aufgebaut und aufrechterhalten werden kann.
Im ersten Impulsvortrag zeigte Joachim Görtz vom bpa zum Einstieg auf, wie ernst die Lage ist: Psychische Erkrankungen sind der größte Treiber der Langzeiterkrankungen in der Pflege, und Gewaltvorfälle verstärken die Belastung. In diesem Zusammenhang wies er auch auf eklatante Lücken im Arbeitsschutz hin: Er wies auf deutliche Lücken im Arbeitsschutz hin. Nur 29 % der von der BGW besichtigten Betriebe hatten ihre Gefährdungsbeurteilung angemessen durchgeführt, obwohl das Präventionspotenzial gerade in diesem Handlungsfeld sehr hoch ist.
Im Anschluss machte Prof. Dr. Lutz Schumacher deutlich, warum Obstkorb und Gesundheitstag oft nur ein Strohfeuer bleiben. Nachhaltige Gesundheitsförderung braucht Diagnose, ein systematisches Vorgehen und Organisationsentwicklung. Kultur, Führung, Team und Strukturen sind die Stellschrauben einer gesunden Pflegeeinrichtung. Dort stärken sich die Gesundheit der Beschäftigten und die der Bewohnenden gegenseitig.
Im Workshop 1 von Grace Lugert-Jose ging es darum, wie internationale Teams mit unausgesprochenen Erwartungen umgehen. Mit dem „Boxenstopp bei Irritationen“ (Stoppen, Prüfen, Klären) lassen sich daraus klare Vereinbarungen machen.
Im Workshop 2 stellte Ramona Schreyer (vdek) mit MEHRWERT:PFLEGE einen Weg „vom Bauchgefühl zur Steuerung“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Die Grundlage des Programms ist eine konsequente Analyse aus Treibern sowie Früh- und Spätindikatoren im PDCA-Zyklus.
Im Workshop 3 stellten Pia Mann und Kristin Marquart das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt®“ vor. Es zeigt, wie Diversität und Diskriminierungsschutz die Gesundheit und die Bindung der Mitarbeitenden stärken.
Im Workshop 4 stellte Uwe Clasen Gewaltprävention als dreistufiges Konzept (davor, akut, danach) mit offener Kultur, Notfallplan, Deeskalation und Nachsorge vor und sensibilisierte die Teilnehmenden
Unser gemeinsames Fazit: BGM lohnt sich, wenn es nicht als Einzelmaßnahme verstanden wird, sondern als kontinuierlicher, gesteuerter Entwicklungsprozess der ganzen Organisation. Grundvoraussetzungen sind vor allem ausreichende Ressourcen und eine klare Zielorientierung.
Die Präsentationen:
Das „Dilemma“ kennen Sie vielleicht: Trotz erster BGM-Maßnahmen bleibt der Krankenstand oft hoch. Genau hier setzen wir an und zeigen, warum sich der Einsatz eben doch lohnt, wenn man es richtig angeht. Der Schlüssel liegt im Wandel von der reinen Symptombekämpfung hin zu gelebten Strukturen. Erfahren Sie auf unserer Veranstaltung, wie BGM die Brücke von der Theorie in den Pflegealltag schlägt, wo die echten Hebel für spürbare Entlastung liegen und wie Sie die Gesundheit und Motivation Ihrer Teams nachhaltig stärken.
Acht Gründe, warum sich eine Teilnahme an unserer Veranstaltung für Sie unbedingt lohnt:
Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse und praxisnahe Workshops, aus denen Sie konkrete Werkzeuge direkt mit in Ihren Alltag nehmen:
Neben den Workshops bietet die Veranstaltung vor allem eines: Viel Raum für echten Austausch, kollegiale Vernetzung und neue, frische Perspektiven für Ihre Einrichtungen.
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